14/07/20

Corona an Bord – wie konnte sich die Crew anstecken?

Corona an Bord – wie konnte sich die Crew anstecken? - Ankerherz Verlag

Corona an Bord, doch wie ist das möglich? Es ist ein Fall, der Rätsel aufgibt. Wie kann sich eine Crew, die zuvor negativ auf das Coronavirus getestet worden war, auf See anstecken? Nach 35 Tagen auf dem Ozean? Der Trawler „Echizen Maru“ liegt nun in Ushuaia – und die Wissenschaftler und argentinische Behörden rätseln, wie es zur Verbreitung des Virus kommen konnte.

57 der 61 Besatzungsmitglieder des Trawlers „Echizen Maru“ haben sich während einer Fangreise im Südatlantik mit dem Coronavirus infiziert. Das Seltsame an dieser Serie von Erkrankungen: Bevor sie an Bord gingen, wurde jeder einzelne Seemann gestestet. Alle Ergebnisse fielen negativ aus. 14 Tage mussten die Seeleute anschließend in einem Hotel in Ushuaia in Quarantäne verbringen, um sicher zu stellen, dass niemand auf der Fangreise erkranken konnte.

Der Trawler war 35 Tage auf See

Doch dann entwickelten mehrere Fischer die typischen Corona-Symptome. Das Schiff kehrte nach 35 Tagen in den Hafen zurück. Wie das Gesundheitsministerium der Region Feuerland nun mitteilte, sei es „schwer nachzuvollziehen, wo es einen Kontakt gegeben haben soll“. Wie also haben sich die Fischer angesteckt? Ein Team von Fachleuten soll nun die Infektionsketten zurückverfolgen. (Das Foto aus dem Hafen von Ushuaia ist aus dem Ankerherz Archiv; aufgenommen wurde es während einer Reise in die Antarktis, die an diesem Ort am Ende der Welt startete.)

 

Was ist die Ursache für diesen Fall von Corona an Bord? Die einfachste Erklärung wäre, dass sich einer der Seeleute aus dem Hotel schlich, die Quarantäne-Regeln brach und in der Enge an Bord die anderen Crewmitglieder infizierte. Darauf gibt es aktuell aber keinen Hinweis. War ein Test fehlerhaft gewesen? Was also ist der Grund? Der Chef-Infektiologe des örtlichen Krankenhauses Leandro Ballatore sagte, eine Inkubationszeit von dieser Dauer sei bisher in keiner Studie erwähnt worden.

Der Trawler liegt nun im Hafen von Ushuaia. Die Seeleute wurden isoliert. Wir von Ankerherz wünschen der Crew gute Besserung.

DU MAGST DEN ANKERHERZ BLOG VOM MEER MIT 2500 KOSTENLOSEN GESCHICHTEN? DANN SPENDIER UNS DOCH EINEN KAFFEE! DANKESCHÖN!

+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER

MEHR ENTDECKEN

St Peter Ordning Pfahlbau und Watt
08/06/26

Gefahr im Watt: Drei Frauen vor St. Peter-Ording von Sandbank gerettet

Einsatzkräfte von DLRG und DGzRS haben am Wochenende drei Frauen vor St. Peter-Ording von einer Sandbank gerettet. Ein Priel hatte ihnen den Rückweg abgeschnitten. Die Seenotretter mahnen: Gezeit...
Schiffskollision vor Helgoland. Foto: DGzRS
07/06/26

Segelboot und Feuerschiff kollidieren vor Helgoland

Schreckmomente in der Nacht vor Helgoland: Ein niederländisches Segelboot und das Museumsschiff „Bürgermeister O'Swald II" – besser bekannt als Feuerschiff Elbe 1, sind vor der Insel kollidiert. Ve...
Strandarkirkja – die kleine Kirche der Seeleute an der Bucht der Engel - Ankerherz Verlag
07/06/26

Strandarkirkja – die kleine Kirche der Seeleute an der Bucht der Engel

Strandarkirkja heißt diese kleine Kirche an der Südküste von Island. Seit dem 12. Jahrhundert steht an diesem Ort ein Gotteshaus. Der Bau geht auf eine alte Legende zurück – die mit dem wilden Nord...