28/08/17

Umweltverbrechen: Chinesischer Kapitän zu langer Haft verurteilt

Umweltverbrechen: Chinesischer Kapitän zu langer Haft verurteilt - Ankerherz Verlag

Es ist eine Nachricht, die wütend macht.

Die Behörden von Ecuador haben einen Frachter gestoppt, der illegal vor den Galápagos-Inseln  kreuzte. Was die Beamten an Bord der „Fu Yuan Yu Leng 999“ entdeckten, macht einen fassungslos: 6623 illegal getötete Haie stapelten in den Kühlräumen. Darunter auch Arten, die vom Aussterben bedroht sind. Die Anwohner des Ortes San Cristobal auf den Galapagos Inseln waren dermaßen aufgebracht von der Nachricht, dass die Polizei Einheiten zum Schutz der Chinesen aufbieten musste. Man kann ihre Wut verstehen.

Ein Richter hat den Kapitän des Schiffes am heutigen Montag (28. August) wegen der Zerstörung von geschützter Flora und Fauna zu vier Jahren Haft verurteilt, das ist die Höchststrafe. Drei Offiziere erhielten Strafen von drei Jahren, die übrigen 16 Seeleute an Bord je ein Jahr Gefängnis. Dem Reeder wurde ein Bußgeld in Höhe von 5,9 Millionen Dollar (4,9 Millionen Euro) auferlegt. Zahlen muss er an den Galápagos-Nationalpark.  „Null Toleranz für Umweltverbrechen!“, twitterte der Umweltminister von Ecuador.

Besonders dreistes Umweltverbrechen

Hintergrund: Haifischflossen gelten in Asien als Delikatesse, weshalb die Tiere erbarmungslos gejagt werden. Obwohl die Suppe keinen Geschmack und keinen Nährwert hat, kostet ein Teller zwischen 50 und 400 $. Eine Mahlzeit, bei der es nur ums „Prestige“ geht. Rund um die Galapagos-Inseln gibt es das größte Meeresschutzgebiet der Erde mit einer Gesamtfläche von 133.000 Quadratkilometern. Die illegale Fischerei der Chinesen ist ein besonders dreister Fall eines Umweltverbrechens.

Zu wünschen wäre, dass man nicht nur die Fischer verurteilt, sondern auch die Strukturen dahinter untersucht werden. Mit wem haben Reeder und Crew zusammengearbeitet? Interessant ist aber auch, dass Haie scheinbar nicht so sehr im Fokus von Umweltschutzgruppen stehen, wie es das Problem verdienen würde. Mehr als 100 Millionen Haie werden jährlich getötet; viele Arten sind gefährdet. Der Weiße Hai beispielsweise ist vom Aussterben bedroht. Dennoch haben Haie längst keine Lobby wie Delfine oder Wale. Weil sich mit ihnen kein effektives Fundraising betreiben lässt?

DU MAGST DEN ANKERHERZ BLOG VOM MEER MIT 2500 KOSTENLOSEN GESCHICHTEN? DANN SPENDIER UNS DOCH EINEN KAFFEE! DANKESCHÖN!

+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ dein shop gegen meerweh
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ NEU IM SHOP EINGETROFFEN
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER
+++ WIR BRINGEN DICH GEDANKLICH ANS MEER

MEHR ENTDECKEN

St Peter Ordning Pfahlbau und Watt
08/06/26

Gefahr im Watt: Drei Frauen vor St. Peter-Ording von Sandbank gerettet

Einsatzkräfte von DLRG und DGzRS haben am Wochenende drei Frauen vor St. Peter-Ording von einer Sandbank gerettet. Ein Priel hatte ihnen den Rückweg abgeschnitten. Die Seenotretter mahnen: Gezeit...
Schiffskollision vor Helgoland. Foto: DGzRS
07/06/26

Segelboot und Feuerschiff kollidieren vor Helgoland

Schreckmomente in der Nacht vor Helgoland: Ein niederländisches Segelboot und das Museumsschiff „Bürgermeister O'Swald II" – besser bekannt als Feuerschiff Elbe 1, sind vor der Insel kollidiert. Ve...
Strandarkirkja – die kleine Kirche der Seeleute an der Bucht der Engel - Ankerherz Verlag
07/06/26

Strandarkirkja – die kleine Kirche der Seeleute an der Bucht der Engel

Strandarkirkja heißt diese kleine Kirche an der Südküste von Island. Seit dem 12. Jahrhundert steht an diesem Ort ein Gotteshaus. Der Bau geht auf eine alte Legende zurück – die mit dem wilden Nord...